Neuzugang ... Mercedes 200 Diesel Baumuster W110 Jg 1965

Ich habe diese Autos (von Mercedes 170 bist 300sel 6,3) fast 30 Jahre gefahren und repariert. Jetzt habe ich wieder einmal einen aufgetrieben zu einem bezahlbaren Preis und brauchbarem Zustand

 

Bilder vom Inserat

Ankunft und Bestandsaufnahme

 

 

 

Erst mal kippen :)

 

 

 

Bestandsaufnahme Fahrerseite

und los geht´s

Reparaturbleche brauche ich keine, ich mache sie lieber selbst mit Geduld. Also auf zum Bleche schneiden, biegen, bördeln, einpassen, einschweissen

Schwellerendspitze vorn links Fahrerseite

Schwellerendspitze hinten links Fahrerseite

 

 

                                             Fronttraverse links

 

 

 

Auf der Fahrerseite komplett alle Schweissnähte mit  Owatrol und Rostversiegelung versiegelt, die Nähte mit Karosserie-Dichtmasse abgedichtet und alles mit Unterbodenschutz behandelt ...

 

 

 

 

Lampentopf links

 

 

 

Der bestellt Lack ist gekommen ... wie erwartet passt der Farbton nicht :(

Naja, besser als hellgraue Grundierung

 

 

 

 

Bestandsaufnahme rechts

 

 

 

Und jetzt die rechte Seite

 

Frottraverse rechts

Reserveradmulde rechts

Schwellerendspitze vorn rechts

 

 

 

 

auf geht mit der Flex und dann gehts an Bleche biegen, einpassen, einschweissen

 

 

 

 

Die kleinen Löcher hinten rechts hab ich erst mal nur geschlossen. Es ist alles dort noch original ab Werk und das ist mir lieber. Die beiden Schweller werden eh noch komplett erst mit Owatrol, dann mit Hohraumversiegelung geflutet.

 

 

Die Nähte sind mit Owatrol versiegelt, mit Karosseriedichtmasse abgedichtet/verspachtelt und mit Metallschutzlack gestichen. Kommt noch eine Schicht Unterbodenschutz bzw. Steinschlagschutz 

 

 

 

Stabi-Gummi links ist gewechsselt, rechts original zur Ansicht. Wird klar auch links noch gewechselt ...

 

 

 

 

 

An der Fronttraverse rechts geht weiter ... dabei hab ich noch ein kleines Loch am rechten Längsträger entdeckt und beseitigt

 

 

 

 

 

 

Heute noch Nähte versiegelt und den U-Boden-Schutz aufgefrischt

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder

 

 

 

 

 

Morgen steht Löcher in die Hohlräume bohren an denn die werden mit Owatrol geflutet das hoffentlich morgen geliefert wird.

 

 

Reine Info ohne Bilder. 

Den alten U-Bodenschutz habe ich gelassen ausser an den Stellen die ich machen musste. Also nur dort aufgetragen/ausgebessert wo er weg war. Die schwarze Farbe bekam er nur wieder durch das Auffrischen (2/3 Benzin mit 1/3 U-Bodenschutz gemischt) zurück. Kann man spritzen oder streichen

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... aber VORSICHT ... gute Durchlüftung ist Voraussetzung und rauchen sollte man auch unterlassen

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Gestern habe ich Löcher für die Hohraumversiegelungssonde gebohrt ... Tage vorher noch Gummiabdeckungen dafür besorgt. Heute Schweller und Traversen mit Ovatrol geflutet. Ihr fragt euch jetzt sicher "warum Owatrol, das tug doch taugt nix".

Als ich noch Oldtimer-Markt gelesen habe wurde es massiv zerrissen und Mike Sanders Fett in den Himmel gehoben ...

Die Jungs haben damals vor dem Test nicht das Beiblatt von Owatrol gelesen denn sie haben es auf vollkommen blankes Blech gepinselt. Das hätten sie aber tun sollen ... Owatrol braucht Rost um zu haften. Auf blankem Blech findet es keinen Halt und platzt ab wie jeder normale Lack ohne Grundierung. Owatrol ist Leinöl das aushärtet wie ein Lack. Es verdrängt in vorhandenem Rost die Feuchtigkeit und härtet aus. Das aushärten dauert aber recht lange (ein paar Tage sollte man rechnen den es ist ÖL). Es kommt also weder Sauerstoff noch Feuchtigkeit an das Metall. Rosten ist ausgeschlossen! Da ich nur Teile ersetzt habe und ich weiss das gelegendlich Flugrost in den Hohräumen ist, ist es also angebracht.

Merke: Blech + Sauerstoff + Feuchtigkeit = Rost
Entziehst du eines der drei Dinge, Rostet es nicht mehr weiter.

Ich streiche es prinzipiell über alles was angerostet ist. Einzig, loser Rost muss weg. Mit einer Drahtbürste den Roststaub abbürsten und gut.

Das Owatrol gut ist, weiss ich aus jahrelanger Erfahrung insbesondere mit einem Fiat 500 D. Das Auto habe ich ca. 17 Jahren in Teilen und ein leeres Chassis gekauft und restauriert. Das Auto war aus Norddeutschland. Die Wandung ist sehr oft doppelwandig und ich kam an den Massiven Rostfrass nicht ran. Ich hätte die komplette Aussenhaut tauschen müssen. Statt dessen habe ich 3 Liter Ovatrol über Tage darum versenkt. Fas Auto steht heute noch ohne Durchrostung, absolut äusserlich rostfrei da. Und ich war damals wirklich skeptisch!

Bei einem Opel Olympia-Rekord (1957) habe ich Ovatrol mit Lack gemischt ... den Kofferraum mit der Drahtbürste gereinigt und ausgesaugt. Dann dem Owatrol-Lack-Mix im Kofferaum und Innenraumboden satt verteilt. Es dauerte Tage bis es trocken war, aber es ist kein Pinselstrich zu sehen und der Rost ist gestoppt. (zwei Bilder davon hänge ich mal an).

Zurüch zur Flosse ... auf die Rostversiegelung mit Owatrol folgt herkömmlicher Hohlraumwachs. Das Mike Sanders soll gut sein, die Österreicher nehmen Seilbahnfett (billiger). Nur die Autos triefen Wochen lang .... das gibt hier viel (unbegründeter) Zorres

Morgen geht es also weiter mit Hohraumwachs, evtl. noch ein neues (gebrauchtes) Kofferraumschloss einbauen denn das hat mir die Fa. Wenner geschickt inkl. neuem Bremsleitungssatz.

Bilder folgen, auch von den gebohrten Löchern und ihren Kappen)

Gruss aus dem Süden

Nachtrag: Die Vorglühvorrichtung, also den Knopf zum ziehen, vorglühen und starten hat ein Vollpfosten vermutlich mangels Kenntnis kaputt gemacht, auseinander geschraubt und Teile davon versaubeutelt. Das ist auch mittlerweile brauchbar gemacht

Zur endgültigen Hohlraumversiegelung bin ich leider nicht gekommen. Ich hatte mir überlegt das ich mich erst schnell noch mal um die Startvorrichtung/Zündschloss des Diesel kümmere.Hat zwar funktioniert aber alles zu schwergängig ... mit schnell mal war aber nix.

Am Ende musste ich, da der Zugschalter dem vorherigen Besitzer zerstört wurde, alles ausbauen. Er wusste nicht wie man einen Diesel startet, hat am Zugschalter herum gezerrt bis es den Dienst quttierte da alles verbogen ist. Er kaufte zwar ein neues Zündschloss und gab es mir mit. Nur blöd das er eines für Benziner besorgt hatte. Egal, jetzt hab ich zwei im Bestand für Benziner und wer weiss, vielleicht kommt doch wieder mal eine Flosse für mich. Den Zug zur ESP hat er auch bei der Aktion geknickt (sowohl Aussenmantel wie den Zug selbst. Ich hatte aber zum Glück noch ein komplettes Zündschloss mir Startvorrichtung und Zug, wenn auch nicht mehr 100%ig ok, in meinem Bestand. Aus zwei defekten Dieselzündschlössern (zweiteilig) wurden ein funktionierendes. Wer diese Frimelei unter dem Armaturenbrett mal gemacht hat, versucht sie zukünftig zu vermeiden .. ich habs nicht geschafft ...

Egal, ist auch erledigt und das neue Heckdeckelschloss montiert ist (Kinderspiel im Gegensatz zum ausbohren der Schraube wenn der Kofferdeckel zugeschlossen ist).

Aufgefallen ist mir noch das der Fussraum auf der Fahrerseite nass und der Behälter zum Geberzylinder leer ist. Kupplung funzt aber interessanter Weise weiter. Muss ich also auch noch ran, denke das die Zuleitung vom Behälter zum Geberzylinder undicht ist. Ich werd es sehen.

Mal sehen was morgen kommt ...

Hat noch irgend wer ein Lenkrad herum liegen und gibt es zu einem günstigen Kurs ab (was kosten die eigentlich mittlerweile ohne Pralltopf)? Das gleiche mit Türschlösser denn die Schlüssel fehlen ... alternativ einen Türschlüssel dann passe ich die Schlösser dem Schlüssel an ...)

Hohlraum ist versiegelt ... zum besseren Verständnis sieht man wie und das es auch zukünftig möglich ist

Innenausstattung, sofern noch brauchbar gereinigt und Pflegemittel drauf. Jetzt muss ich mal sehen wo ich die Schwellerabdeckungen, Fussmatten und Kardantunnelabdeckung in brauchbarem Zustand her bekomme

 

 

alten Lack mit Haushalts-Polierstaub (trockenes Pulver ohne Phosphate o.ä. also ähnlich Kreidestaub) erst mal leicht abgetragen, dann Politur drauf ... fertig